Hi, ich bin Lea und ich erzähl euch ein bisschen, was ich nach meinem Realschulabschluss gemacht habe.
Auf der Dominik-Brunner-Realschule war ich im Französischzweig und wollte auf jeden Fall mein Abitur machen. Dafür bin ich nach der 10. Klasse auf das Korbinian-Aigner-Gymnasium in Erding gewechselt. Mit meinem Abschlussschnitt hätte ich dort direkt in die 11. Klasse gehen können, aber ich habe mich dazu entschieden, in eine Einführungsklasse zu gehen, also die 10. Klasse noch einmal zu machen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich im Nachhinein auch direkt in die Oberstufe hätte wechseln können. In der Einführungsklasse habe ich nicht wirklich etwas Neues gelernt und hatte vor allem auch nicht die Fächer, die ich dann in der Oberstufe gewählt habe. Das fand ich ein bisschen schade. Dafür war es cool, dass man auf dem Gymnasium echt viele Möglichkeiten hat, seine Abiturfächer auszusuchen. Da ich zum Beispiel eine echte Niete in allem bin, was mit Naturwissenschaften zu tun hat, habe ich Chemie und Physik nach der 10. Klasse abgelegt und musste mich nur noch durch Bio und vor allem Mathe kämpfen. Aber das war auch okay. Was mir auch Schwierigkeiten bereitet hat, war, entgegen meiner Erwartungen, Französisch. Meinen Traum, Französischlehrerin zu werden, habe ich auf dem Gymnasium dann aufgegeben. Also wer in dem Fach gute Noten haben oder vielleicht sogar Abitur machen möchte, muss viel Motivation mitbringen, weil es wirklich ganz anders abläuft als auf der Realschule. Ich spreche da vor allem von der Analyse klassischer französischer Dramen. In allen Fächern auf dem Gymnasium geht es vor allem um das Theoretische und das muss man auf jeden Fall mögen. Mich hat es nicht gestört. Ich habe dann am Ende der 10. Klasse meine vorläufigen Abiturfächer festgelegt und bin mit viel Motivation in die Oberstufe gestartet. Da kommt dann anstatt Noten ein Punktesystem von 0 bis 15 auf dich zu, was ich total gut fand, weil der Notenspielraum einfach größer ist. 15 Punkte sind zwar sehr unwahrscheinlich zu erreichen, aber wenn man sie mal hat, dann kannst du echt stolz auf dich sein. Kurz bevor die Fristen ausliefen, seine Abiturfächer endgültig festzulegen, habe ich mich nocheinmal umentschieden und bin von Französisch und Biologie umgestiegen auf die mündlichen Abiturfächer Geschichte und Kunst mit den schriftlichen Fächern Deutsch, Mathe (beide musst du schriftlich machen) und Englisch. Auch im Abitur fand ich es cool, dass man in den mündlichen Fächern Schwerpunkte setzen kann und am Ende noch zwei von drei Halbjahren für die Prüfung lernen muss. Ich habe dann letztes Jahr, also 2020, mein Abitur geschafft mit einem Schnitt von 2,1. Ich war wirklich stolz auf mich, dass das Abitur so gut war, trotz der Umstände durch Corona. Ich kann jedem empfehlen, auf das Gymnasium zu gehen, der kein Problem hat, viel Theorie zu lernen und gerne die Möglichkeit hat,sich selbst seine Schwerpunkte auszusuchen, was es leider in dem Maße auf der FOS nicht gibt.
Jetzt studiere ich an der LMU Lehramt für die Realschule mit den Fächern Englisch und Geschichte und möchte ab dem dritten Semester noch Politik & Gesellschaft dazu nehmen. Das erste Semester ist schon mal geschafft und ich drücke euch allen die Daumen für einen guten Abschluss und, dass ihr das macht, was euch glücklich macht.