Hey, ich heiße Julia Wittmann, bin 19 Jahre alt und habe 2017 meinen Realschulabschluss im Französischzweig an der Dominik-Brunner-Realschule absolviert.
Mir wurde eigentlich relativ schnell klar (schon in der 7. Klasse), dass ich nach meinem Abschluss auf eine weiterführende Schule gehen möchte, um mein Abitur zu machen und danach an einer Universität meinen Traumstudiengang Medizin zu studieren.
FOS oder Gymnasium? Diese Frage habe ich mir während der 10. Klasse gestellt und bin ziemlich schnell zu dem Entschluss gekommen auf ein Gymnasium zu gehen, da ich nicht so ein Fan der Praktika war, die man in der 11. Klasse auf der FOS absolvieren muss. Ich wollte einfach nur in die Schule gehen und nicht abwechselnd Schule und Praktikum haben. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Nachdem der Entschluss feststand, bewarb ich mich am Korbinian-Aigner-Gymnasium in Erding für die sogenannte „Einführungsklasse“ und wurde dort angenommen. Diese Klasse startete ab Jahrgangsstufe 10 und bestand nur aus Schülerinnen und Schülern, die ihre Mittlere Reife auf einer Realschule absolviert hatten. Dort wurden uns die Grundlagen, die man für die Oberstufe (11. und 12. Klasse) benötigt,beigebracht, da der Stoff auf dem Gymnasium unterschiedlicher und auch deutlich anspruchsvoller als auf der Realschule ist. Wir wurden dadurch quasi auf den Stand eines „normalen“ Gymnasiasten gebracht, der schon seit Beginn auf dem Gymnasium ist und hatten dadurch das nötige Vorwissen, um in die Oberstufe zu kommen.
Mein Abitur habe ich im Jahr 2020 trotz Verzögerungen durch Corona erfolgreich bestanden und musste mir dann natürlich überlegen, wie es weitergeht. Ich habe vorher schon angesprochen, dass es seit mehreren Jahren ein großer Traum von mir ist, Medizin zu studieren. Jedoch wird man leider ohne einen 1,0-Abiturschnitt nur schwer direkt in diesem Studiengang angenommen und da ich wusste, dass ich diesen Schnitt (trotz großer Bemühungen) nicht erreichen werde, habe ich mir vorgenommen den Medizinertest, kurz TMS, im Mai 2021 zu schreiben, der meinen Schnitt deutlich verbessern und meine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen kann. Ich hätte diesen Test auch schon während meines Abiturs in der 12. Klasse schreiben können, jedoch wollte ich mich voll und ganz auf meine Abiturprüfungen konzentrieren. Um in meiner Wartezeit nicht nur faul rumzuliegen und nichts zu machen, habe ich von Oktober bis November 2020 und im Februar 2021 das dreimonatige Pflegepraktikum in einem Krankenhaus absolviert, um schon einmal Erfahrungen im medizinischen Bereich zu sammeln. Jetzt bin ich gerade in der Lernphase für den Medizinertest, der am 29. Mai 2021 stattfindet und hoffe, dadurch im Wintersemester 21/22 einen Studienplatz für Medizin zu erhalten. Wenn das nicht funktioniert, werde ich ab dem 1. September 2021 ein FSJ in der Zentralen Notaufnahme machen, für das ich mich schon beworben habe, um meine Chancen noch mehr zu erhöhen.
Ich würde meinen Weg von der Realschule auf das Gymnasium immer wieder gehen und kann es jedem nur empfehlen. Ich hatte auf der Realschule so eine schöne Zeit, habe meine besten Freunde, mit denen ich jetzt immer noch befreundet bin, dort kennengelernt und blicke mit Freude auf diese Zeit zurück.
Wie ihr seht, ist mein Weg noch lange nicht abgeschlossen, aber ich werde alles dafür tun, um meinen Traum zu erfüllen und das kann ich euch auch nur ans Herz legen. Egal wie schwer und wie frustrierend es manchmal ist, ihr werdet euren Weg gehen und alles erreichen, was ihr euch wünscht und euch vorgenommen habt. Denn auch durch Umwege kann man sein Ziel erreichen, das wichtigste dabei ist dranbleiben und niemals aufgeben!